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Scalable Vector Graphics SVG
  Mobiles SVG
 
    Nun - im März 2004 - ist es Zeit, endlich eine extra Seite über SVG auf mobilen Geräten
    zu erstellen und über den Stand der Entwicklungen im Hard- und Softwarebereich zu
    informieren. Dieser Artikel beschreibt den Status Quo zu dieser Zeit. Teilweise wurden
    zwischenzeitlich jedoch die zusammengetragenen Informationen aktualisiert (erkennbar
    durch die Angabe eines Zeitpunktes).
    Für die wirklich allerneuesten Informationen hingegen empfehle ich svg.org!



 
Einfü
 



 
hrung
 

    Im Oktober 2001 wurde der Entwurf für SVG Tiny und SVG Basic vom W3C veröffentlicht. Auf der ersten SVG Open Konferenz im Juli 2002 konnte ich einige beeindruckende SVG-Anwendungen für mobile Geräte bewundern.
    Nun, was ist mobiles SVG?
     
    Unter anderem zwei der vielen Vorteile von SVG - die geringe Dateigröße und die Skalierbarkeit - machen es zum geeigneten Kandidaten für die Nutzung auf kleinen Geräten wie Handys und PDAs. Da sich die verschiedenen Geräte hinsichtlich der Prozessorleistung, dem Arbeitssspeicher und der Farbtiefe unterscheiden, war es nötig, zwei verschiedene mobile Profile zu erstellen: SVG Tiny (SVGT) für Einstiegsmodelle und Smartphones und SVG Basic (SVGB) für PDAs und andere Spitzenmodelle.
     
    Weltweit explodiert der Mobilfunkmarkt und damit auch die Nachfrage nach nützlichen Anwendungen. Denken Sie an alle SVG-Anwendungen, die Sie schon einmal auf Ihrem Rechner zu sehen bekamen. Nun, diese funktionieren auch auf Ihrem kleinen Mobilfunkgerät: animierte Grußkarten, Spiele, Börsengrafiken, interaktive technische Zeichnungen, vergrößerbare Landkarten...
     
    Sie müssen nur berücksichtigen, daß einige Eigenschaften von SVG in den beiden mobilen Profilen nicht unterstützt werden. Beispiel Filtereffekte (Schattenwurf, Beleuchtung etc.): Im Profil SVG Basic wird nur ein Teil der Filtereffekte unterstützt, im Profil SVG Tiny sogar kein einziger.
     
    Mobile Geräte haben sehr kleine Bildschirme und da sich die Größe mit jedem Modell unterscheidet, fahren Sie am besten, wenn Sie bei der Erstellung Ihren SVG-Dateien die Größe width="100%" height="100%" zuweisen, statt mit exakten Pixelwerten zu arbeiten.
    In diesem Popup-Fenster liste ich exemplarisch die Bildschirmauflösung für einige Geräte auf.
     
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Geeignet
 



 
e Geräte
 

    Die große Mehrheit der mobilen Geräte ist SVG-fähig, entweder schon ab Werk oder durch die Möglichkeit, entsprechende Software selbst installieren zu können.
    Weiter unten liste ich diese Software auf, hier gibt es aber zunächst einen Überblick über die Hardware:
     
    SVG-fähige Geräte sind z.B. alle, die mit dem Betriebssystem Symbian OS ausgestattet sind, was der Fall bei der Mehrheit aller mobilen Geräte ist!
    Stand Frühjahr 2004: Nokia 3650/3600, Nokia 3660/3620, Nokia 6600, Nokia 7650, Nokia 9210 Communicators, Nokia 9290 Communicator, Nokia N-Gage, Sony Ericsson P800, Sony Ericsson P900, Motorola A920, Motorola A925, FOMA F900i, FOMA F2102V, FOMA F2051, Siemens SX1
    Demnächst: Nokia 6620, Nokia 7700, Nokia 9500, Motorola A1000, Panasonic X700, Sendo X, BenQ P30
     
    Pocket PCs und Palms können z.B. durch die Installation des Viewers von Sharp SVG-fähig gemacht werden.
     
    Verschiedene Viewer sind verfügbar für Windows Smartphones (z.B. BitFlash, CSIRO, eSVG).
     
    Ein Java-fähiges Mobilfunkgerät zu besitzen ist immer gut. All die vielen bekannten Vorteile von Java auf PCs wirken natürlich auch auf mobilen Geräten. Und hey: mobiles Java ermöglicht nicht nur Spielen, sondern auch die Installation des kostenlosen TinyLine SVG Viewers ;-)
     
    Eine weitere Information, die in diesem Zusammenhang von Bedeutung ist:
    2002 entwickelten Bitboys einen Hardwarebeschleuniger, der - unter anderem - ein schnelleres Rendern von SVG-Dateien ermöglicht, was natürlich besonders auf mobilen Geräten von Vorteil ist.
    Nachrichten Oktober 2003: "The Bitboys Acceleon G10™ graphics processor core has been integrated into the display IC by NEC Electronics."
     
    Dezember 2004: Antoine Quint hat auf svg.org eine Liste der SVG-fähigen Geräte
    (mit Fotos) zusammengestellt! Super!
     
 
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Soft
 



 
ware
 

    Es gibt sehr viel Software für mobile Geräte, sowohl Viewer/Player als auch Erstellungswerkzeuge.
     
    VIEWER:
     
    Für das oben erwähnte weit verbreitete Betriebssystem Symbian OS gibt es den Viewer ZOOMON SVG Player, welcher SVG Tiny unterstützt. Das kommende Handy Siemens CX65 wird das erste sein, welches gleich ab Werk mit dem ZOOMON SVG Player ausgestattet ist. Ein weiteres wird das Sony Ericsson K700 sein (II/2004).
    Für Symbian OS gibt es darüber hinaus auch eine Version des Browsers Opera, welche seit April 2003 mit dem ZOOMON SVG Player ausgeliefert wird (siehePressemitteilung).
    Update Mai 2005: Zoomon heißt nun Ikivo und der Viewer heißt nun Ikivo SVG Player.
     
    Von CSIRO gibt es PocketSVG für Pocket PC/Pocket PC 2002 (unterstützt SVG Tiny).
    PocketSVG kann u.a. auf diesen Geräten laufen: HP Jornada 548, Cassiopeia EM-500, Compaq iPAQ. Es ist nicht kostenlos, aber eine 60-Tage-Demoversion ist erhältlich.
     
    Von Sharp gibt es den kostenlosen SharpMotionART player für Palm, Pocket PC und Zaurus. Dieser Viewer funktioniert auch auf einem PC als Plugin für die Browser Netscape/Mozilla und Internet Explorer, Sie können also z.B. Ihre Arbeit in Ihrem Browser testen.
     
    Dann gibt es den BitFlash Mobile SVG Player (unterstützt SVG Tiny und SVG Basic), für Win2000/XP, Pocket PC/Pocket PC 2002 und Symbian OS 6/7. Dieser Viewer ist nicht kostenlos, eine 90-Tage-Testversion ist aber erhältlich.
     
    2003 taten sich Sharp und BitFlash zusammen und entwickelten einen neuen Viewer, den MotionART player, welcher 2004 mit Sharp's V601SH ausgeliefert werden wird.
     
    Intesis entwickelte eSVG für eingebettete Systeme (z.B. als ActiveX control für MS Office) sowie für Pocket PCs (läuft z.B. auf dem Compaq iPAQ). Im Januar 2004 kündigte Intesis die Portierung von eSVG nach Symbian OS an.
     
    Seit 2002 gibt es TinyLine (kostenlos), Version 1.6. des TinyLine SVG Toolit wurde im Januar 2004 veröffentlicht. Das Toolkit enthält einen mobilen SVG Viewer (unterstützt SVG Tiny) für J2ME (Java 2 Platform, Micro Edition) Geräte, wie z.B. Motorola A760, Nokia 6600, Sony Ericsson P900, Samsung SGH-P400. Ich sah den TinyLine 1.5 Viewer auch auf jemandes Sharp Zaurus 750.
     
    Seit März 2003 enthält der NetFront Browser von ACCESS ein Multimedia- Erweiterungsmodul, welches die Installation eines SMIL-Players und eines SVG-Viewers erlaubt. Umgebungen sind u.a. Palm OS, Symbian OS, Pocket PC, Windows CE und Linux. Unter anderem Sharp Zaurus SL-A300, B500, C700, Sony CLIE PEG-NX70V / NX60 / NZ90 enthalten einen vorinstallierten ACCESS-Browser.
     
    Plazmic bieten einen kostenlosen interaktiven Mediaplayer für i-mode und für MIDP Geräte und des weiteren zwei Entwicklungswerkzeuge zur Erstellung von reichhaltigen Inhalten für mobile Geräte an. Alle stehen zum kostenlosen Download auf ihrer Website bereit, seitdem sich Plazmic jedoch im Jahr 2002 mit Beatware zusammensetzte, hat es von ihrer Seite keine Neuerungen mehr gegeben.
    22.03.2004: Die erwähnten Tools sind auf der Website nicht mehr zu finden, statt dessen wird ausschließlich ein ganz neues Entwicklungswerkzeug vorgestellt (s.u.).
     
    Und schließlich gibt es - seit 2003 - den kostenlosen Open SVG viewer, der überwiegend für Pocket PCs gedacht ist.
     
    Nachricht Ende Juni 2004: SVG hat zwar zur Zeit auf mobilen Geräten die Oberhand, es gibt aber auch Flash Lite für mobile Geräte und dazu den entsprechenden Viewer. Dieser Viewer soll nun auch SVG Tiny unterstützen.
    20. Juli: Lesen Sie Antoine Quints ausgezeichneten Artikel, der einige der Lügen kommentiert, die Macromedia über SVG verbreitet.
     
    15.02.2005: Heise berichtet von künftigen Mobil-Versionen des Opera-Browsers für Smartphones und PDAs, die SVG Dateien darstellen können. Opera arbeitete eh schon länger mit der oben erwähnten Firma Zoomon zusammen, die nun Ikivo heißt.
     
     
    ENTWICKLUNGSWERKZEUGE:
     
     Seit Herbst 2002 gibt es mit BitFlash Brilliance ein Entwicklungswerkzeug für mobile SVG-Anwendungen, welches die Herstellung sowohl im Designer- als auch im Quellcode-Modus erlaubt. Es scheint bisher das interessanteste Tool zu sein, ich forsche zur Zeit aber nicht weiter nach, da BitFlash seit Herbst 2003 mit Beatware zusammenarbeitet und letztere e-Picture Pro (s.u.) veröffentlicht haben.
    Die Frage ist: Was geschieht nun mit BitFlash Brilliance?
     
     Die grafische Oberfläche von e-Picture Pro von Beatware (Win2000/XP) ist der von Flash sehr ähnlich (es gibt u.a. auch die Exportmöglichkeit ins Flash-Format). Im Gegensatz zu BitFlash Brilliance handelt es sich hier aber um ein reines WYSIWYG-Tool - keine Chance für Liebhaber der Handkodiererei. Scripting ist ebenfalls nicht möglich. Designer, einschließlich der Flash-Fans, lieben e-Picture Pro. Es bietet auch die Möglichkeit zu überprüfen, wie Ihre SVG-Werke in den verschiedenen mobilen Geräten aussehen werden. Des weiteren ist die Software bezahlbar ($169). Für Designer, die keinerlei Interesse an Handkodierung haben, scheint diese Software eine sehr gute Wahl zu sein.
     Beatware hat darüber hinaus ein weiteres Programm veröffentlicht, Mobile Designer, welches sehr viel mehr Möglichkeiten bietet als e-Picture Pro. Der wichtigste Unterschied ist die Unterstützung von Interaktivität. Sie können JavaScript-Funktionen erstellen und editieren (aber nicht am SVG-Quellcode arbeiten). Aufgrund des stark erweiterten Funktionsumfanges ist diese Software erheblich teurer ($399) als e-Picture Pro. Letzteres wird aber weiterhin angeboten werden.
     
     XStudio 6 von EvolGrafiX (Win2000/XP), welches ein sehr mächtiger SVG-Editor ist, bietet die Möglichkeit, erstellte SVG-Dateien in das SVG Tiny- oder Basic-Format zu exportieren. Im Gegensatz zu e-Picture Pro erlaubt es auch die handkodierte SVG-Produktion (Scripting eingeschlossen). Dies ist ein großes und für mich entscheidendes Plus. Diese Software ist jedoch sehr viel teurer als e-Picture Pro.
     Für das zweite Halbjahr 2004 kündigen EvolGrafiX die Veröffentlichung von Mobile XStudio 2 an, welches für die Entwicklung ausschließlich mobiler SVG-Anwendungen ausgerichtet ist (SVG Tiny und SVG Basic). Es ist wohl nicht falsch zu vermuten, daß der Preis daher weit unter dem von XStudio 6 liegen wird.
     
     Ein weiteres WYSIWYG-Autorenwerkzeug ist SharpMotionART (siehe auch den oben aufgelisteten Viewer) für Win98-XP. Ich konnte keine Preisangabe finden, es gibt eine 90-Tage-Demoversion. Es unterstützt u.a. das SVG-Format, die Technologie hinter SharpMotionART (in Japan bekannt als E-animator) ist aber ein wenig anders: Obwohl Sie - z.B. zuerst in Illustrator erstellte - SVG-Dateien importieren und dann weiterbearbeiten können, so hat doch die fertige Datei die Endung .nva. Deshalb können diese NVA-Dateien nur vom entsprechenden, oben erwähnten Viewer gelesen werden.
     
     Ein neues Tool, Plazmic Content Developer's Kit v3.7 for BlackBerry, wurde am 22.03.2004 angekündigt (Win2000 Pro/WinXP Pro), kostenlos. Ähnlich dem Prinzip von SharpMotionART produziert auch dieser Editor ein proprietäres, binäres Format, in diesem Fall .pme und .pmb, welches - so habe ich es verstanden - nur auf BlackBerry Handhelds dargestellt werden kann. Zunächst erstellen oder importieren Sie SVG-Code, welcher dann aber in das PME- oder PMB-Format exportiert wird. Für Entwickler, die keinen Zugang zu einem BlackBerry-Gerät haben, wird ein Simulator mitgeliefert.
     
     Der ZOOMON composer (Java) (siehe auch den oben aufgelisteten Viewer) ist kein echtes Autorenwerkzeug für Programmierer oder Graphik-Designer, sondern richtet sich an die Endkonsumenten, denen es ermöglicht wird, verschiedenartige MMS-Nachrichten selbst zu kreieren.
    Update Mai 2005: Zoomon heißt jetzt Ikivo und das Entwicklungswerkzeug heißt nun Ikivo Animator (Windows und Macintosh). Es funktioniert als Zusatz zur Adobe Creative Suite. Eine 15 Tage Testversion kann heruntergeladen werden.
     
     Der Vollständigkeit halber sollte ich auch das Pocket SVG toolkit von CSIRO (siehe auch ihren oben aufgelisteten Viewer). Es kostet 300 Australische Dollar. Auf ihrer Website hat es dazu seit November 2002 keine neuen Informationen mehr gegeben und ich habe über dieses Toolkit auch nichts bemerkenswertes gehört in letzter Zeit, deshalb nehme ich mir jetzt nicht die Zeit weiter nachzuforschen.
 
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Lin
 



 
ks
 

 
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Letzte Ergänzung auf dieser Seite: 28. Mai 2005
 
© 2001-2006 Petra Kukofka

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